1. Wehr dich nicht gegen Gaming im Allgemeinen
Auch wenn Gaming vielleicht nicht dein Ding ist oder du es für Zeitverschwendung hältst, lass dein Kind das nicht zu deutlich spüren.
Wenn du Gaming oder ein bestimmtes Spiel grundsätzlich falsch findest, will dein Kind mit der Zeit auch nicht mehr mit dir darüber reden.
Das heißt nicht, dass du alles fantastisch finden musst, aber zu sagen, dass es Unsinn oder Zeitverschwendung ist, bewirkt das Gegenteil.
2. Versteh, warum dein Kind das Spiel mag
Wenn du dich mit dem Spiel beschäftigst, das dein Kind so gern und oft spielt, wird das Reden darüber gleich viel einfacher. Du musst nicht selbst zum Gamer werden, um dich ein wenig damit zu befassen, was für ein Spiel es ist, worin die Herausforderung liegt und worum es geht. Dadurch wird es auch einfacher, dein Kind erzählen (und zeigen!) zu lassen, warum es das Spiel so cool findet. Hör interessiert zu, und du wirst sehen, dass dein Kind sich freut und begeistert reagiert, wenn du dir Zeit dafür nimmst. Jetzt kannst du leichter mit deinem Kind über das Spiel und alles drumherum reden.
3. Stell Regeln auf und sei konsequent
Jedes Kind braucht Grenzen und Regeln, auch beim Gaming. Wenn du das Spiel oder die Spiele deines Kindes ‚verstehst‘, weißt du auch, welche Regeln du darauf anwenden kannst. Eine Runde Fortnite dauert im Schnitt 20 Minuten – und dann muss man schon richtig gut sein. Eine Partie DOTA2 dauert etwa 45 Minuten und so weiter. So weißt du, dass 2 Stunden ununterbrochenes Spielen nicht nötig sind, und ihr könnt Pausen vereinbaren. Stimm diese Pausen auf andere Absprachen ab, zum Beispiel zu Hausaufgaben oder Draußenspielen. Gib deinem Kind auch einen Überblick über seine Spielzeit, damit es sich seines Verhaltens bewusst wird.
4. Gaming vs. E-Sport
Wenn es für dich relevant ist, lohnt es sich, dich mit dem Aufstieg des E-Sports zu beschäftigen. Das ist zu umfangreich, um es in ein paar Sätzen zu erklären, aber du kannst davon ausgehen, dass es für so gut wie jedes Spiel eine Art „Bundesliga“ für die Besten der Welt gibt. Inklusive großer Turniere, enormer Sponsorings und Tausender Zuschauer (online und offline). Willst du in einer Stunde mehr erfahren? Schau dir die Dokumentation ‚Free to Play‘ auf YouTube an.
5. Vertrau deinem Gefühl
Dein Gefühl liegt meistens richtig, wenn es darum geht, ob dein Kind mit etwas Schönem oder etwas Zerstörerischem beschäftigt ist. Oft ist Gaming eine Flucht vor anderen Problemen. Bemerkst du also mehr Probleme oder siehst du eine Kombination von Auswirkungen, sei aufmerksam und vertrau deinem elterlichen Instinkt. Gaming ist kurzfristig vielleicht weniger schädlich als Drogen oder Alkohol, aber wenn es eine Flucht vor etwas anderem ist, tust du gut daran, dich auf die Kombination zu konzentrieren und nicht nur das Gaming anzugehen.
Vermutest du eine Sucht und möchtest du fachkundige Informationen? Deine Hausärztin oder dein Hausarzt kann dir weiterhelfen und dich bei Bedarf an eine Fachstelle überweisen.
Quelle: Thomas van der Knijff von Grownhub
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